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Vorort Sängerschaft Waltharia – Verbindung aus Leidenschaft

Identität

‘Immerhin’, möchte man fast sagen. Immerhin weiß man mittlerweile, dass die Mitglieder des Cartellverbands keine schlagenden Burschenschafter, keine Deutschnationalisten oder Misogynisten sind. In jahrelanger Übung haben wir die Abgrenzung perfektioniert. Zum Satz in dem ein Fuchs erklärt, er sei jetzt in einer katholischen Studentenverbindung gehört fast schon selbstverständlich der Beisatz “nein, das ist keine Burschenschaft”.

Die Tatsache dass man in Versuchung kommt, sich mit diesem Zustand zufrieden zu geben, muss uns in höchstem Maß alarmieren. Während Abgrenzung zu ideologischen Extremen unverändert wichtig ist, dürfen wir uns als größter Akademikerverband unseres Landes nicht mit einer selbsterstellten Negativdefinition zufrieden geben. In einer groß angelegten Strategie werden wir uns im kommenden Jahr auf den Weg begeben, die Story “wer sind wir nicht” zur Story “wer sind wir” zu verändern. Zu erzählen gibt es eine ganze Menge – unsere Bundes- und Cartellbrüder leisteten nicht nur in der Vergangenheit sondern auch im heutigen Österreich entscheidende Beiträge zu Entwicklungen in Wissenschaft, Religion, Politik und Gesellschaft.

Will eine solche Strategie Erfolg haben, muss der zeitliche Horizont weit über ein Jahr hinausgehen. Wir wollen eine langfristige Medienstrategie ins Leben rufen und stärken. Kommende Vororte werden innerhalb dieser Strategie genau wie alle zuvor eigene Schwerpunkte setzen. Das Grundkonzept aber muss durch langfristige Planung Ernsthaftigkeit und Kontinuität beweisen.

Im Rahmen dieser Medienstrategie werden wir eine Offensive starten, in der wir die Relevanz unseres Verbandes beweisen. Relevanz ist kein Geschenk der Medienöffentlichkeit, sondern Anerkennung für faktisch erbrachten gesellschaftlichen Mehrwert. Durch ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement unserer Mitglieder zeichnen wir uns aus. Dieses gesellschaftliche Engagement werden wir in Magazinen, Vorträgen und Veranstaltungen in das Licht der Öffentlichkeit tragen.

Im Zuge einer Österreichtour werden wir bis in die frühen Sommermonate hinein mit allen Seniores, Ortsverbandspräsidenten und Verbandsfunktionären Gespräche führen. Die mediale Aufbereitung wird der Öffentlichkeit einen Einblick in die Vielfalt und Breite unseres Verbands ermöglichen.

Das Team

Vize-Vorortspräsident 1: Christoph Ribisch vlg. Heisenberg
Finanzreferent: Christoph Laister vlg. Muki
Vorortspräsident: Michael Bayrhammer vlg. Beccaria
Generalsekretär: Clemens Peyer vlg. Apollon
Vize-Vorortspräsident 2: Benjamin Lehner vlg. Hamlet
Nicht im Bild: Organisationsreferent: Stephan Maier vlg. Kadmos
(v.l.n.r.)

Das Team


Vize-Vorortspräsident 1: Christoph Ribisch vlg. Heisenberg
Finanzreferent: Christoph Laister vlg. Muki
Vorortspräsident: Michael Bayrhammer vlg. Beccaria
Generalsekretär: Clemens Peyer vlg. Apollon
Vize-Vorortspräsident 2: Benjamin Lehner vlg. Hamlet
Nicht im Bild: Organisationsreferent: Stephan Maier vlg. Kadmos
(v.l.n.r.)

Common Ground

„Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt‘s nicht.“

Konrad Adenauer

Wenn wir erreichen wollen, was wir erreichen wollen müssen wir zuhören was andere erreichen wollen. Klingt so kompliziert und ist doch so naheliegend. Als Mitglieder des Cartellverbands haben wir zu einer ganzen Reihe an inhaltlichen politischen Themen zurecht eine starke Meinung. Diese basiert im Wesentlichen auf unserem Grundsatzprogramm und den vier Prinzipien, die uns allen zu eigen sind.

Wollen wir mit unserer Meinung allerdings entscheidend Einfluss nehmen auf die Entwicklung unserer Gesellschaft, müssen wir dafür auf Andere, auch ideologisch Andersdenkende, zugehen und eine Gesprächsbasis aufbauen. Im kommenden Jahr werden wir ganz bewusst Kontakt zu allen Organisationen aufbauen, die sich innerhalb des rechtsstaatlich legitimen Feldes bewegen um common ground zu suchen und in der Folge Allianzen zu schmieden. Erst diese Allianzen erlauben uns, unser Gewicht tatsächlich effektiv in die Waagschale zu werfen.

Das mag uns bei so mancher Gruppierung schwer fallen, aber machen wir es uns nicht zu leicht. Es ist viel zu einfach, sich in das eigene ideologische Lager zurückzuziehen, weil einen „die Welt da draußen“ nicht verstehen mag. Der Cartellverband aber gehört nicht in ein politisch-ideologisches Eck. Sein Platz ist die Mitte der Gesellschaft. Der Ort, an dem unsere Bundes- und Cartellbrüder seit der Gründung einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung dieses Landes geleistet haben und leisten.

Ganz konkret werden wir den Fortschritt dieses Projekts bildlich dokumentieren und auf unseren Kanälen teilen. Geplant ist etwa auch die Schaffung eines Förder­programms für angehende ­Journalisten und ähnliches mehr. Das alles steht unter dem umfassenden Grundsatz, nicht um mehr Relevanz zu bitten sondern Relevanz zu beweisen.

Kultur

Gegründet am 100. Todestag von Franz Schubert, als katholische österreichtreue Antithese zu den Sängerschaften der deutschnationalen schlagenden Burschenschaften, war der Chor unserer Sängerschaft von Anfang an nicht bloß Alleinstellungsmerkmal, sondern auch Herzstück unserer Verbindung. So sehen wir uns auch in der besonderen Verantwortung, den reichlich vorhandenen kulturellen Mehrwert unseres Verbands zu betonen.

Am 13. Oktober 2019 wird mit der Sängerschaft Waltharia erstmals ein farbentragender Chor im großen Saal des Wiener Konzerthauses auftreten. In einer Chorvereinigung mit dem ­Bachchor Wien und anderen ­namhaften Gruppen wird Giuseppe Verdi – Messa da Requiem aufgeführt. Bei der öffentlichen Veranstaltung sind Gäste mit Band ausdrücklich ­eingeladen.

Anfang des Jahres 2020 werden wir die Digitalisierung studentischen Liedguts fortsetzen. Zusätzlich zu 22 bereits veröffentlichten Liedern werden wir eine Reihe weiterer Aufnahmen auf den Plattformen Youtube und Facebook verbreiten. Aufgenommen wird die Tonspur im akustisch besonders ausgezeichneten Stift Klosterneuburg.

Allerdings wollen wir das Jahr ganz bewusst nicht als self-promotion unseres Chores verstanden wissen. Im Laufe der kommenden Monate werden wir auch anderen kulturell wertvollen Initiativen in unserem Verband Stimme und Plattform verleihen und damit eine weitere Facette unseres vielfältigen Verbands betonen