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Vorort Sängerschaft Waltharia – Verbindung aus Leidenschaft

Agenda 2035

Impact. Positive Change. Schlagworte wie diese hört man von uns seit Jänner 2019. Wir wollen uns in unserem Vorortsjahr ganz bewusst nicht in einem kurzfristigen Feuerwerk aus Fassspenden und Chargiereinsätzen ergehen, stattdessen liegt unser voller Fokus darauf, Möglichmacher für langfristige Weichenstellungen in unserem Verband zu sein.

Es wäre vermessen zu behaupten, dass wir als Vorort die Lösungen für Fragen haben, die uns in den kommenden Jahrzehnten beschäftigen werden. Das wäre zwar schön, ist aber gar nicht notwendig. An Ideen und Visionen hat es unserem Verband nie gemangelt – sie reichen von einem „ÖCV-Mediahouse“ über eine „Reform der Bildungsakademie“ und eine „Neue Kommunikationsstrategie“ bis hin zu „Lasst uns doch ein Seminarhotel kaufen“.

Es fehlt also nicht an mutigen Visionen, sondern an einer geeigneten Struktur zur Umsetzung. Mit der Agenda 2035 nutzen wir ein Werkzeug dafür, das bereits seit Jahren existiert. Gehen wir mit aller Kraft einen großen Schritt weg von kleinen, alltäglichen Diskussionen und kanalisieren wir die Lösungsansätze für die Herausforderungen und Chancen, denen wir in den nächsten Jahrzehnten begegnen! In unserem Vorortsjahr wollen wir die Agenda 2035 als langfristigen Prozess in allen 50 Verbindungen ankommen lassen.

Bei der Suche nach einer geeigneten Auftaktveranstaltung fällt das höchste Entscheidungsgremium unseres Verbands, die Cartellversammlung, jedenfalls weg – 100 Teilnehmer und eine strenge Diskussionsordnung sind kein Nährboden kreativer Ideen. Stattdessen entwickeln wir mit „Aufbruch 2035“ eine eigene Veranstaltung:

Alle Entscheidungsträger und High Potentials unseres Verbandes an einem Ort. Ein Programmpunkt bereits vor Sonnenaufgang. „Design Thinking Facilitators“ für den Hauptteil der Veranstaltung. Es ist ein Wochenende, das so gar nicht der Norm entspricht, aber genau deshalb seinen Zweck erfüllt. Es stößt uns vor den Kopf, regt an zu hinterfragen – um gemeinsam die ersten Schritte zu gehen; für den Cartellverband der Zukunft!

Identität

„Immerhin“, möchte man fast sagen. Immerhin weiß man mittlerweile, dass die Mitglieder des Cartellverbands keine schlagenden Burschenschafter, keine Deutschnationalen oder Misogynisten sind. In jahrelanger Übung haben wir die Abgrenzung perfektioniert. Zur Erklärung, dass man einer katholischen Studentenverbindung beigetreten sei, gehört fast schon selbstverständlich der Beisatz: „Nein, das ist keine Burschenschaft.“ Die Tatsache, dass man in Versuchung kommt, sich mit diesem Zustand zufriedenzugeben, muss uns in höchstem Maß alarmieren. Während Abgrenzung zu ideologischen Extremen unverändert wichtig ist, dürfen wir uns als größter Akademikerverband unseres Landes nicht mit einer selbsterstellten Negativdefinition zufriedengeben.

Mit Veranstaltungen wie dem Verdi-Requiem und der Mauthausen-Befreiungsfeier wollen wir bewusst auch in der couleurfremden Öffentlichkeit Präsenz zeigen. Im Zuge einer Österreichtour werden wir außerdem das ganze Jahr über mit Seniores, Ortsverbandspräsidenten und Verbandsfunktionären Gespräche führen – die Aufbereitung dieser Gespräche wird einen Einblick in die Vielfalt und Breite unseres Verbands ermöglichen.

Das Team

Vize-Vorortspräsident 1: Christoph Ribisch vlg. Heisenberg
Finanzreferent: Christoph Laister vlg. Muki
Vorortspräsident: Michael Bayrhammer vlg. Beccaria
Generalsekretär: Clemens Peyer vlg. Apollon
Vize-Vorortspräsident 2: Benjamin Lehner vlg. Hamlet
Nicht im Bild: Organisationsreferent: Stephan Maier vlg. Kadmos
(v.l.n.r.)

Das Team


Vize-Vorortspräsident 1: Christoph Ribisch vlg. Heisenberg
Finanzreferent: Christoph Laister vlg. Muki
Vorortspräsident: Michael Bayrhammer vlg. Beccaria
Generalsekretär: Clemens Peyer vlg. Apollon
Vize-Vorortspräsident 2: Benjamin Lehner vlg. Hamlet
Nicht im Bild: Organisationsreferent: Stephan Maier vlg. Kadmos
(v.l.n.r.)

Common Ground

„Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt‘s nicht.“

Konrad Adenauer

Als Mitglieder des Cartellverbands haben wir zu einer ganzen Reihe an inhaltlichen, politischen Themen zu Recht eine starke Meinung. Wollen wir mit unserer Meinung allerdings auf die Entwicklung unserer Gesellschaft entscheidend Einfluss nehmen, müssen wir dafür auf andere, auch ideologisch Andersdenkende, zugehen und eine Gesprächsbasis aufbauen.

Das mag uns bei so mancher Gruppierung schwerfallen, aber machen wir es uns nicht zu leicht. Es ist viel zu einfach, sich in das eigene ideologische Lager zurückzuziehen, weil einen „die Welt da draußen“ nicht verstehen mag. Der Cartellverband aber gehört nicht in ein politisch-ideologisches Eck. Sein Platz ist die Mitte der Gesellschaft. Der Ort, an dem unsere Bundes- und Cartellbrüder seit der Gründung einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung dieses Landes geleistet haben und weiterhin leisten werden.

Kultur

Gegründet am 100. Todestag von Franz Schubert als katholische, österreich-treue Antithese zu den Sängerschaften der deutschnationalen schlagenden Burschenschaften, war der Chor unserer Sängerschaft von Anfang an nicht bloß Alleinstellungsmerkmal, sondern Herzstück unserer Verbindung. So sehen wir uns auch in der besonderen Verantwortung, den reichlich vorhandenen kulturellen Mehrwert unseres Verbands zu betonen.

Am 13. Oktober 2019 wird mit der Sängerschaft Waltharia erstmals ein farbentragender Chor im großen Saal des Wiener Konzerthauses auftreten. In einer Chorvereinigung mit dem Bachchor Wien und anderen namhaften Gruppen wird Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ aufgeführt. Bei der öffentlichen Veranstaltung sind Gäste mit Band ausdrücklich eingeladen.

Anfang des Jahres 2020 werden wir die Digitalisierung studentischen Liedguts fortsetzen. Zusätzlich zu 22 bereits veröffentlichten Liedern werden wir eine Reihe weiterer Aufnahmen auf den Plattformen Youtube und Facebook verbreiten. Aufgenommen wird die Tonspur im akustisch besonders ausgezeichneten Stift Klosterneuburg.

Allerdings wollen wir das Jahr ganz bewusst nicht als Self Promotion unseres Chores verstanden wissen. Im Laufe der kommenden Monate werden wir auch anderen kulturell wertvollen Initiativen in unserem Verband Stimme und Plattform verleihen und damit eine weitere Facette unseres vielfältigen Verbands betonen.